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Nur ein Traum?

Dunkelheit!

Es war nur der Hauch eines Lichtscheins, der den allgegenwärtigen Staub der Umgebung sichtbar werden ließ. Gedämpfte Laute durchdrangen die Stille, brachen sich an den geschundenen Wänden, die einst als Kartoffelkeller, Waschraum oder Kohlelager dienten. Das Stöhnen von Gepeinigten, das Flüstern derer, die ihnen keine Hilfe sein konnten, Fragmente von Stimmen, die einst fröhlich lachten oder leidenschaftlich stritten. Bis die Sirenen sie in die Tiefen der Keller verbannten, auf Frieden harrend, der doch so lange nicht kommen sollte. Frieden, das Wort war unerreichbare Verheißung, ein Traum, den niemand mehr zu träumen wagte, in dem Wissen, dass Träume eben nur Träume waren.

Als Aufruhr durch die schwarzen Tunnel drang, neue Stimmen, lauter, fremd, näher kommend, ließ die Angst die Anwesenden erstarren, sich tiefer in dunklen Ecken zurückziehen. Das Licht, dessen Schein sich schließlich Bahn brach, die fahlen Gesichter beleuchtend, war zu strahlend, als dass es wirklich willkommen war. Die Worte, die sich in den Katakomben ausbreiteten, wie ein Lauffeuer die Ohren der Ängstlichen erreichten, hatten etwas Unwirkliches. Denn die Angst, es könnten ein Traum sein, war übermächtig. Jemand rief: You are free!

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