Vorgestellt
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Harry etwa 1963

1963

Harry etwa 1973

1973

Der Beginn

Es begab sich an einem kalten Freitag im November des Jahres 1962, als in einem Krankenhaus im rheinischen Köln ein Junge dieser Weltengemeinschaft beitrat, dessen Eltern so recht noch nichts mit ihm anzufangen wussten. Gerade dem Teenager-Alter entwachsen, besaßen sie weder die Erfahrung, noch das Geld, einem Kind das Notwendigste zu bieten. Für sie, eine Schreibkraft, und ihn, ein handwerklich talentierter Gelegenheitsarbeiter, kam der neue Erdenbürger eher überraschend.

Die Schulzeit

Nach turbulenten, aufgrund elterlicher Betriebsamkeit eher nomadengleichen ersten Jahren folgte irgendwann eine Art von Sesshaftigkeit, die dazu führte, dass sich für den Jungen nach einigen Wechseln schließlich eine Konstanz in seinen Schulbesuchen einstellte. Die waren allerdings geprägt von einer eher desinteressierten Beiläufigkeit und führten am Ende zu guten, aber deutlich hinter den Möglichkeiten zurückbleibenden Ergebnissen. Der Weg führte ihn von der Grundschule über die zu Unrecht verrufene Schulform der Hauptschule zum erfolgreichen Abschluss einer zweijährigen Handelsschule. Der Versuch, mit dem Besuch einer Oberstufe, dem Thema Schule noch eine zierende Krone aufzusetzen, scheiterte hingegen kläglich.

In Kürze
  • Gebürtiger Rheinländer
  • Aus sehr einfachen Verhältnissen
  • Wahlnorddeutscher
  • Seit mehr als 30 Jahren verheiratet, zwei Söhne
  • Mittelmaß in jeder Hinsicht, aber Bildungsautodidakt
  • Meine liebsten Freizeitbeschäftigungen: Schreiben, lesen, mein Gitarren-Duo Opposite Strings, gute amerikanische Serien schauen, politisches und gesellschaftskritisches Kabarett, Beobachtung von Politik und Weltgeschehen, Computerei, handwerken, meine Musiksammlung
  • Bisher eine Veröffentlichung: “Traumbrücken” (2014)
Harry etwa 1976

1976

Kindheit, Jugend und Clique

Bereits seine Kindheit war geprägt von einer überbordenden Phantasie. Gemeinsam mit seinem besten Freund ersann er eine Vielzahl phantastischer Welten, Begebenheiten, Wesen und Personen. Bis er schließlich als Jugendlicher von besagtem Freund in eine Clique eingeführt wurde, die seine Sicht auf das Leben, auf andere Menschen und auch auf sich selbst nachhaltig beeinflussen und verändern sollte. Mentor dieser Gruppe junger Menschen war Pfarrer Becker, in dessen Gemeinderäumen sie sich häufig trafen. Zu niemandem sonst blickten die Mitglieder der Clique mehr auf, als zu diesem herzensguten Evangelen, der es ohne klerikalen Pathos verstand, mit Menschen jeder Couleur umzugehen.

Mit Beginn der Cliquenzeit wurde das Thema Phantasie für einige wenige Jahre in den Schrank des Vergessens gestellt, um Platz für Parties, Musik und Mädchen zu machen. Letzteres litt allerdings unter heftigen Startschwierigkeit. Mit dem Körperbau und der Motorik einer dürren Marionette, uncooler Kleidung und einer Schüchternheit, die ihn bei Mädchenkontakt stets in Panik versetzte, war er alles andere, als der Schwarm des Jahrgangs. Doch mit seiner Gruppenzugehörigkeit wuchs auch sein Selbstbewusstsein. Als er sich schließlich sogar durchrang, zusammen mit einem MÄDCHEN einen Rock ‘n’ Roll-Kurs zu besuchen, war zumindest ein Teil des Eises gebrochen.

Harry etwa 1980

1980

Eine Verbindung fürs Leben

Die Kontakte zu den weiblichen Mitgliedern der Clique wurden intensiver und 1980 führte schließlich der gemeinsame Besuch des überaus romantischen George A. Romero-Klassikers “Zombie” zu einer bis heute andauernden Verbindung mit dem (aus seiner Sicht) attraktivsten Geschöpf der Gruppe. In-Zwei-Jahres-Schritten folgten gemeinsame Wohnung und Hochzeit und nach weiteren vier Jahren Sohn Nummer 1 – dicht gefolgt von Sohn Nummer 2 knapp achtzehn Monate später.

Schreiben mit Hindernissen

Zu dieser Zeit startete er die ersten unbeholfenen Schreibübungen. Zunächst auf einer tonnenschweren, schwarzen Triumph-Schreibmaschine, später elektrifiziert, aber noch lange nicht digital. Das einzige literarische Überbleibsel aus dieser Zeit ist der mehrseitige Anfang eines Romans, der aber nicht über das zweite Kapitel hinausgekommen ist. Erst zu Beginn der 90er begannen die Texte eine gewisse Qualität zu entwickeln. Doch nun stand ihm eine Eigenschaft im Wege, die sich durch seine berufliche Tätigkeit herausgebildet hatte: Perfektionismus. Und so schrieb er viele Jahre vor sich hin, ohne dass er jemanden an seinen Phantasien teilhaben ließ. Die Kombination aus unterschwelliger Unzufriedenheit mit der eigenen schriftstellerischen Qualität und Relikten seiner einstigen Schüchternheit verhinderten jegliche Veröffentlichung.

Harry etwa 1996

1996

Harry etwa 2009

2009

…und beruflich so?

Während dessen befand er sich beruflich zunehmend auf einer Berg- und Talfahrt. Nach anfänglicher Suche des richtigen Weges landete er schließlich in der Branche, die etwa ab Mitte der 80er zu einer wahren Goldgrube für junge Unternehmen wurde: die EDV. Bis 1993 lief für ihn auch alles überaus erfolgreich. Er arbeitete sich tief in die Technik ein und lernte das Verkaufen. Ersteres machte ihm Spaß und er wollte mehr, Letzteres war für ihn notwendiges Übel – mit entsprechend mäßigen Erfolgen. So kam es, wie es kommen musste – Ende 1993 wurde er gefeuert! Der Absturz folgte auf dem Fuße. Zunächst noch ganz Optimist, zeigte sich ihm in der Folgezeit aber die wahre Business-Welt. Hauptschüler sind dumm – diese Sichtweise könnte man den Personalverantwortlichen leicht unterstellen, nimmt man die Flut von Absagen auf unzählige erfolglose Bewerbungsversuche als Maßstab. Es folgte eine 15-jährige Phase voller kurzer, schlecht bezahlter Engagements und entwürdigender Behördenabhängigkeiten – bis dem inzwischen resignierten Mittvierziger 2008 die geradezu göttliche Chance gegeben wurde, zu zeigen, was in ihm steckt.

Das eigene Buch

Das Schreiben war während dieser langen Durchwanderung existenzieller Täler eine ständige On-/Off-Beschäftigung. Es führte schließlich im Jahr 2014 – er war nun älter, gereifter und auch ein wenig selbstbewusster – zu dem Entschluss, die Geschichten der zurückliegenden Jahre gemeinsam mit einigen neuen Kreationen in einem Buch zusammenzufassen. Doch reichte das Selbstbewusstsein nicht für die Kontaktaufnahme zu einschlägigen Verlagen. Auch hatte sich seine Einstellung zu vertraglichen Abhängigkeiten in der kreativen Welt sehr zum Nachteil von GEMA und VG-Wort gefestigt. Aus diesen Gründen veröffentlichte er “Traumbrücken” in Eigenregie als Self Publisher – mit entsprechend begrenztem Erfolg.

Doch es war ein erhebendes Gefühl, das eigene Buch im Regal stehen zu sehen. Zuspruch und Motivation kamen von vielen Seiten und so schrieb er weiter und tut es noch. Der Grundstein für ein zweites Buch ist gelegt. Die ersten Kurzgeschichten sind bereits geschrieben und irgendwann wird es kommen. Der Plan ist 2021. Mal sehen…

Wie sagt man auf der anderen Seite des großen Teichs:

…to be continued…

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