Die selbstauferlegte Jahresend-Challange

Manchmal fällt es aber auch wirklich schwer. Tausend Ideen geistern einem durch den Kopf, wirbeln umher, Plot für Plot setzt sich zusammen und fällt wieder auseinander, und am Ende bleibt nichts. Völlige Leere im Kopf. Selbst die Texte, die bereits in Arbeit sind, kommen nicht weiter. Im schlimmsten Falle geschieht das, wovor jeder Schriftsteller eine Heidenangst hat: Schreibblockade!

Gut, so weit ist es bei mir noch nicht, aber gerade fällt es mir tatsächlich etwas schwer, an meinen aktuellen Projekten weiterzuarbeiten. Es geht ziemlich stockend voran und eine durchgearbeitete Nacht endet nicht selten mit dem kompletten Löschen des zuvor erstellten Textes.

Also muss ein wenig Gehirnjogging her.

Als jemand, der im echten Leben die Disziplin des Marketings betreibt, sind mir einige Kreativtechniken bekannt. Also pickte ich mir eine davon heraus und stellte an meine nächsten Verwandten und Bekannten, den Followern in meinem privaten Facebook-Account, eine Aufgabe:

Jeder sollte mir ein beliebiges Wort nennen. Alle genannten Begriffe versprach ich, bis Ende Januar in eine Geschichte einfließen zu lassen – und das nicht nur als Erwähnung, sondern als relevanter Bestandteil der Story. Zur Sicherheit stellte ich einige Regeln auf. So sollte das Wort ein im Duden stehendes Substantiv sein, so leicht verständlich, dass ich dessen Bedeutung nicht erst recherchieren muss und es durfte kein zusammengesetzter Begriff sein.

Was dabei herausgekommen ist, stellt mich nun vor eine echte Herausforderung:

  • Liebe: OK, hierzu fällt mir schon eine ganze Menge ein.
  • Schneekugel: Diesen Gegenstand mit Liebe in Verbindung zu bringen, geht gut, droht aber ziemlich dem Kitsch zu verfallen.
  • Offizier: Da es sich hierbei um einen Menschen handelt, geht auch das noch.
  • Rotkehlchen: Wieder ein Wort mit Kitsch-Potenzial. Hier beginnt es aber schon schwierig zu werden, insbesondere, weil ich versprochen habe, den Begriff als wichtige Komponente mit einfließen zu lassen.
  • Trauerarbeit: Dieses extrem schwere Thema hat mich dann zunächst von den Socken gehauen. Es drehte die weitgehend positive Gedankenwelt, die sich am Anfang noch im meinem Kopf materialisierte, völlig um. Was soll ich hierzu schreiben? Wie kann man an diese Thematik herangehen und dabei Unterhaltung produzieren?

Ich ließ es darauf ankommen und begann, wie ich oft beginne: Indem ich mich nach einige Tagen der Annäherung an die genannten Begriffe vor mein Notebook setzte und drauflos schrieb.

Tatsächlich entwickelte sich schneller als erwartet ein Plot, der gewohnt verrückt, phantastisch und mysteriös ist. Ich bin zuversichtlich, dass die Story bis zum Ende der angesetzten Zeit fertig sein wird.

Also, schaut spätestens Anfang Februar mal wieder auf diese Webseite. Dann könnt Ihr nachlesen, wie ich die sehr unterschiedlichen Begrifflichkeiten in einer Erzählung zusammengefügt habe.

Titelfoto: fotografierende
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