Aus Jahresend-Challange wurde Jahres-Challange

Das Versprechen

Vollmundige Versprechungen sind heutzutage ja leider irgendwie en vogue. Vor allem die Politik geht da als Vorreiter schon tradionell voran. Dem möchte ich eigentlich nicht unbedingt folgen. Ich neige dazu, eher nur dann etwas zu versprechen, wenn ich ziemlich sicher sein kann, dass ich es halten kann. Im Falle der Jahresend-Challange ist mir das mit dem heutige Tage zumindest halb gelungen. Denn ich löse mein Versprechen ein, die angekündige Geschichte zu liefern. Was ich aber längst überschritten habe, ist der Zeitpunkt der Lieferung. Obwohl ich damals keinen festen Termin genannt hatte, war doch geplant, so etwa im ersten Quartal die Story zu präsentieren. Das ist ist mir leider (aus verschiedenen Gründen) nicht gelungen, aber das Wichtigste ist:

Die Erzählung ist fertig und ich freue mich, sie Euch heute exklusiv vorstellen zu können.

Zur Erinnerung

Die Challange war es, von Followern auf Facebook genannte Begriffe in einer Geschichte zu verarbeiten. Dabei sollten die Begriffe nicht nur erwähnt werden, sondern eine entscheidende Rolle in der Handlung spielen.

Um diese Substantive musste sich also eine Erzählung ranken:

Liebe – Schneekugel – Offizier – Rotkehlchen – Trauerarbeit
Eine echte Herausforderung

Einer der Gründe, weshalb die Entstehung der Geschichte länger als erwartet gedauert hat, ist die Herausforderung, die in diesen sehr unterschiedlichen und teilweise schon thematisch anspruchsvollen Begriffen steckt. Einen Offizier mit einem Rotkehlchen zusammenzubringen bekommt man ja möglicherweise noch hin (Thema Krieg & Frieden). Doch was könnten eine Schneekugel (Kitsch) und vor allem das wirklich schwere Thema der Trauerarbeit dabei für eine Rolle spielen?

Es hat mich vor einige Rätsel gestellt und es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Anfang gefunden hatte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen wandte ich schließlich eine Technik an, die mir schon so manches Mal geholfen hat, eine diffuse Grundidee umzusetzen – die Spontaneität. In einem passenden Moment setzte ich mich hin, ohne weitere Vorstellung, was jetzt passieren wird. Und ich schrieb auf, was mir genau in diesem Augenblick in den Sinn kam. Und so fanden sich am Ende Protagonisten, ein Handlungsfaden und ein Ort zusammen. Je mehr ich in die Geschichte eintauchte, desto konsequenter verfolgte ich auch die Symbolik, die hinter allem steckte. Wer während seiner Schulzeit gut im Analysieren literarischer Texte war, wird hier sicherlich Fündig werden. So entstand nach und nach eine Erzählung, die emotional, ein wenig kitschig und durchaus auch etwas spannend ist. Vor allem aber enthält sie so etwas wie eine Botschaft.

Das Ende hat mich dann noch vor eine harte Probe gestellt und es dauerte über ein halbes Jahr, in dem ich fünf oder sechs verschiedene Versionen zu digitalem Papier brachte, bis ich endlich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Ich möchte nicht versprechen, dass sich die Geschichte genau so in meinem kommenden Buch wiederfinden wird, denn es ist nicht auszuschließen, dass ich bis dahin noch an so manchem Satz oder Absatz herumfeilen werde.

Aber lest selbst, was mir zu Euren Begriffen eingefallen ist:

Das Rotkehlchen in der Schneekugel

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